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Lilo Nein
Katharina Cibulka

my voice is burning

Die Performancekunst bildet heute einen Ort des Diskurses und steht gleichzeitig für eine sprachliche und körperliche Unmittelbarkeit. Theoriebildung, verschiedene Zugänge zur AutorInnenschaft, feministische Leseweisen und das Aufgreifen von künstlerischen und existentiellen Fragestellungen als Performances treffen in den Positionen von Lilo Nein und Katharina Cibulka / Peek a Corner aufeinander.

Lilo Nein erweitert in “Siegerperformace – eine Aneignung” ihre performative Forschung, Methoden und Analysen und untersucht das Verhältnis zwischen Text, Performance und AutorInnenschaft, indem sie die drei unterschiedlichen SprecherInnenpositionen von Performances auf den Plan ruft.

Die Bühne im Kunstkontext wird in dem Performanceprojekt “peek a corner” von Katharina Cibulka zur Plattform, um Menschen zu Wort kommen zu lassen, die ihre Erlebnisse mit anderen teilen wollen, weil es alle betrifft. Das Projekt versteht sich als eine unendlich fortsetzbare und beliebig austauschbare Performancereihe.

Biografien


Lilo Nein 
*1980 in Wien
Lilo Nein studierte an der Akademie der Bildenden Künste Wien und der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Nein arbeitet überwiegend künstlerisch, studiert Philosophie, performt, schreibt und spricht. 2009 hat sie “SELBST ÜBERSETZEN! Ein Performance Lesebuch zum Aufführen” herausgegeben. Im Herbst 2011 hat sie einen Lehrauftrag an der Akademie der bildenden Künste Wien und erscheint die Publikation “DIE ANWESENDE AUTORIN. Wer spricht in der Performance?” bei Revolver Publishing.

Katharina Cibulka *1975 in Innsbruck
Lebt und arbeitet in Wien. 2004–10 Akademie der bildenden Künste Wien (Diplom bei Carola Dertnig); 2000 Schule für künstlerische Photographie Wien, 1999 New York Film Academy. Sie ist bildende Künstlerin, Filmemacherin und Mitbegründerin der Frauenband telenovela.; Ausstellungen (Auswahl): 2011 I ASKED, Neue Galerie Innsbruck / 2010 Identitäten II, Fotogalerie Wien / on altruism, Bonner Kunstverein / 2009 Die Anderen, Secession, Wien / Übersetzungsparadoxien und Missverständnisse, Shedhalle, Zürich. Auszeichnungen (Auswahl): 2010 Preis der Freunde der bildenden Kunst – Würdigungspreis des Bundesministeriums

Performance 9.6.2011, 19:00
Kuratiert von Ursula Maria Probst
Ort Bauernmarkt 9, 1010 Wien